Aus aktuellem Anlass findet bis auf Weiteres
dienstags kein Jugendtraining und kein Spielabend statt.

Auch der Spielbetrieb des Schachverbandes SVW
wird bis Ostern ausgesetzt (Erklärung).

Wir bitten um Verständnis.

Informationen aus dem Vereinsleben

17.3.2020Die Bretter in unserem Spiellokal Alte Aula bleiben bis auf Weiteres verwaist ...

Während des letzten Wochenendes haben sich die Ereignisse in der Corona-Krise überschlagen. Der Spielbetrieb wurde auch im Schachverband Württemberg bis auf Weiteres ausgesetzt, um der weiteren Ausbreitung des Virus vorzubeugen. Somit wurden die für den vergangenen Sonntag angesetzten Begegnungen in der Landesliga sowie in der A-Klasse kurzfristig abgesagt.

Das bis zum letzten Samstag laufende Schachfestival Bad Wörishofen war demzufolge wohl für längere Zeit die letzte Gelegenheit für Aktive des Dicken Turms, sich noch schachsportlich im Rahmen eines Turniers zu betätigen. Im A-Open startete Schachfreund Udo Scharrer. Er erreichte mit 4,5 Punkten aus neun Runden an neun Spieltagen, also 50% Punktausbeute, den 58. Platz der Schlusstabelle (Startplatz 86 bei 116 Teilnehmern). Robert Schulz spielte im B-Open. Auch er landete mit vier Punkten auf einer viel besseren Endplatzierung als er gestartet war: Platz 36 gegenüber Nr. 48 von 58 Teilnehmern). Und im Seniorenturnier trat Franz Speicher an. Er holte von allen Dreien mit starken 5,5 Zählern die meisten Punkte und erreichte am Ende Platz 21 (gestartet auf Platz 48 unter 113 Teilnehmern).

Das Gründungsmitglied des Schachvereins Dicker Turm Esslingen Hartmut Hehn (seit 1996 für den SV Ebersbach/Fils spielend) - und ebenfalls mehrfacher Teilnehmer am Wörishofener Turnier - hat einen schönen Bericht über das alljährliche Treffen langjährig einander verbundener Schachfreunde in Bad Wörishofen geschrieben und online gestellt.

Jochen Fuchs
1.3.2020Dicker Turm II verliert gegen Göppingen I erwartungsgemäß sehr deutlich mit 0,5 zu 7,5

Das heutige Heimspiel am 7. Spieltag der Bezirksliga B Neckar/Fils stand von Anfang an unter keinem guten Stern: schon einige Teilnahmeabsagen von Stammspielern im Vorfeld, dann auch noch weitere kurzfristige Ausfälle durch die saisontypisch grassierende Grippewelle – die Zweite des Dicken Turms musste tief in der "zweiten und dritten Reihe" der Ersatzbank "graben", um zumindest noch sieben Mann aufstellen zu können. Diese gingen aber engagiert zu Werke, durchaus willens und in der Lage, wie sich zeigen sollte, der sehr starken 1. Mannschaft der SF Göppingen (derzeit Tabellenzweiter und den Esslingern an fast allen Brettern rund 200-500 DWZ-Punkte überlegen!) so lange es geht Paroli zu bieten und den Spieltag nicht ganz so einfach zu machen. Von daher bot sich ein nicht ganz so grauenhaftes Bild, wie das Endresultat von 0,5 zu 7,5 (Stand heute die höchste Saisonniederlage) nahezulegen scheint. Vom Start weg überrollt oder desaströs zerlegt wurde niemand.



Gemäß brandaktueller Empfehlung des Schachbunds in Zeiten der Coronavirus-Prophylaxe verzichtete man weitgehend auf den sonst üblichen sportlich-fairen Handshake zu Partiebeginn und startete an sieben Brettern den Mannschaftskampf – Brett 3 wurde kampflos abgegeben.

Der erste erspielte Brettpunkt für Göppingen ergab sich an Brett 8, wo sich Ersatzmann Walter Reuß aus der 4. Mannschaft lange Zeit wacker schlug aber im positionell klar nachteiligen Turmendspiel mit Minusbauer den Kürzeren zog.

Ronald Hahnke am 4. Brett (sonst an 8 gesetzt!) spielte gegen seine um 500 DWZ-Punkte stärkere Gegnerin eine schöne, vielversprechende Angriffspartie, mit starkem Freibauern auf der d-Linie und Attacke auf die Königsstellung – allein er verzettelte sich leider auf der Uhr und verlor durch Scheitern an der Zeitkontrolle.

Auch der bewährte Ersatzspieler Robert Schulz (Brett 7) legte seine Partie ambitioniert offensiv an. Ein Springeropfer brachte zwei verbundene Freibauern ein, aber im entscheidenden Moment rochierte Robert seinen König auf dem anderen Flügel unglücklicherweise ins Verhängnis – sprich einen Mattangriff des Gegners – hinein.

Die nächsten Niederlagen folgten bald auf dem Fuße, wobei die Mittelspielstellungen bei Bernd Hempel (Brett 5) und Gerd von Olnhausen (Brett 6) für den Betrachter auch lange Zeit einen recht stabilen und ausgeglichenen Eindruck machten und Chancen boten.

An Brett 1 sah es einmal mehr für Harald Blum nach einem Punktgewinn aus: im 14. Zug gewann er durch eine sehenswerte Dame-Springer-Kombination wie aus dem Nichts einen Bauern. Im Endspiel verpasste er es jedoch, diesen Vorteil zu verwerten und verlor schließlich noch.

Die mit Abstand längste Partie des Tages spielte diesmal Jochen Fuchs am 2. Brett: nach 89 Zügen und über fünf Stunden Spielzeit hatte er noch irgendwie, an ein, zwei Stellen mit einem Quäntchen Dusel, ein Turmendspiel mit Minusbauer halten und dem Dicken Turm zumindest noch ein halbes Pünktchen bescheren können.

Die Zweite hat an den verbleibenden Spieltagen 8 und 9 noch zwei Schuss frei … - die Hoffnung stirbt zuletzt …

Jochen Fuchs
18.2.2020Am vergangenen Freitag endete nach sieben Runden die Esslinger Stadtmeisterschaft beim austragenden, kooperierenden Verein TSV/RSK. Neuer unangefochtener Stadtmeister wurde mit starken 6,5 Punkten Ernst Sonnleitner vom TSV/RSK.

Die vier Teilnehmer des Dicken Turms erzielten folgende Ergebnisse: Jochen Fuchs, 4 Punkte, 6. Platz; Hans Schreiber, 3,5 Punkte, 10. Platz; Suat Duran, ebenfalls 3,5 Punkte (aber schlechtere Buchholz-Zahl), 12. Platz; Gerd von Olnhausen, 3 Punkte, 15. Platz.

Damit wurde Jochen intern Vereinsmeister (wobei zu berücksichtigen ist, dass die spielstärksten Dicken Türmler aus der Ersten Mannschaft gar nicht an diesem Turnier teilgenommen haben).

Jochen Fuchs
17.2.2020Die Zweite hält dem Druck nicht stand und scheitert in Wernau

Der 6. Spieltag der 2. Mannschaft in der Bezirksliga am vergangenen Sonntag war ein Schicksalsspiel im Abstiegskampf, denn es galt den Tabellenletzten Wernau 2 zu besiegen, um weiterhin noch Chancen auf den Klassenerhalt zu haben.

Wie sich zeigen sollte, konnte die Zweite diesem Druck nicht standhalten und verlor am Ende klar mit 3:5 und in der bitteren Erkenntnis, dass die Saison hinsichtlich des Projekts nicht gleich wieder aus der Bezirksliga abzusteigen damit gelaufen ist.

Man fuhr des Ernsts der Lage bewusst in Stammbesetzung und in der berechtigten Hoffnung nach Wernau, dass sich gemäß Spielstärkevergleich der Mannschaftsaufstellungen an den ersten vier Brettern ein klares Übergewicht der Esslinger und an den hinteren vier Brettern im Schnitt zumindest 50%ige Erfolgschancen ergeben würden.

Das erste Ergebnis stellte sich relativ früh am 8. Brett von Ronald Hahnke ein: eine vom Gegner zielstrebig offerierte Punkteteilung war noch die beste Option, um sich in verfahrener Mittelspielstellung aus der Affäre zu ziehen, da sich die Lage absehbar noch zu Ungunsten Ronalds zu entwickeln drohte.

Gute Nachrichten dann vom 5. Brett: Suat Duran war selbst überrascht, dass er so zeitig und mühelos zu einem direkten Mattangriff kam und damit den Dicken Turm mit 1,5:0,5 in Führung brachte. Gerhard Limley am 6. Brett erwischte es hart, als seine Stellung mit unrochiertem König aus den Fugen geriet und den Wernauern den ersten Sieg des Tages zufallen ließ.

Schlag zwölf Uhr mittags war es dann Bernd M. Stüben (Brett 4) vergönnt, seine Partie zum siegreichen Ende zu führen. Die routiniert vorgetragene Gambiteröffnung gegen seinen jungen, hierin offensichtlich unerfahrenen Kontrahenten hatte ihm früh einen Mehrbauern eingebracht.

Diesen zwischenzeitlichen Ausgleich im Spielstand kippte dann wieder die unerwartete Niederlage am 3. Brett des Mannschaftskapitäns Jochen Fuchs: ein deutlich misslungenes Bedenkzeitmanagement ließ ihn schon nach 20 Zügen bei vollem Brett nur noch bei rund acht Minuten dastehen – zu wenig, um für die komplexe positionelle Gemengelage auf dem Damenflügel alle Abspiele und möglichen Kandidatenzüge angemessen würdigen und durchrechnen zu können. In wachsender Zeitnot blieben die Fehlgriffe nicht aus, und die Partie ging verdient verloren.

Kurz darauf folgte auch die Niederlage am 7. Brett von Hannes Hägele. Das sich nach vereinfachenden Abtauschmanövern relativ früh angebahnte Endspiel erwies sich als nachteilig und nicht zu halten.

Nun ruhte die ganze Last auf den beiden Spitzenbrettern mit Harald Blum (Brett 2) und Jens-Peter Schulz (Brett 1). Bei dem Rückstand von 2,5 zu 3,5 mussten beide noch laufenden Partien von den Esslingern gewonnen werden, um als Tagessieger heimfahren und sich noch Hoffnung auf den Klassenerhalt machen zu können. Dieser Kampf sollte sich insgesamt noch weitere zwei Stunden hinziehen. Harald hatte sich nach ärgerlichem Bauernverlust im Mittelspiel mit Bravour zurück in die Partie gekämpft. Das Endspiel Läufer gegen Springer mit Bauern auf beiden Flügeln wurde zäh ausgefochten, aber mehr als ein Remis war für den Dicken Turm hier nicht mehr drin – auf den Partieverlauf gesehen war es sogar noch ein großer Erfolg.

Jens-Peter sah sich nun vor die äußerst undankbare Aufgabe gestellt, als Letzter unter den Augen zahlreicher umstehender Kiebitze der eigenen und der gegnerischen Mannschaft um einen letzten Bretterfolg für Esslingen zu kämpfen, welcher zumindest noch ein Mannschaftsremis gesichert hätte. Das Endspiel mit einem blockierten Mehrbauern wandelte sich dank eines sehenswerten Manövers mit starkem Qualitätsopfer, wodurch Jens-Peter einen weiteren, entfernten Randfreibauern bilden konnte. Allein in der zeitnotbedingt hektischen Schlussphase, nach langem Kampf unter immensem Druck, vermochte er nicht mehr die besten Antworten auf die hagelnden Schachgebote des gegnerischen Turms zu finden, so dass die Partie sogar noch verloren ging.

Die Enttäuschung ist verständlicherweise bei allen Beteiligten groß, aber das Schachleben geht weiter. Möglicherweise kann man nun nach dem Wegfall des größten Drucks an den verbleibenden drei Spieltagen doch noch einen Mannschaftserfolg einfahren, um sich aus der Liga mit einem sportlich versöhnlichen Abschluss zu verabschieden.

Jochen Fuchs
16.1.2020Sieger des Neujahrsblitzturniers ist Jan Albruschat. Herzlichen Glückwunsch!