Informationen aus dem Vereinsleben

17.2.2020Die Zweite hält dem Druck nicht stand und scheitert in Wernau

Der 6. Spieltag der 2. Mannschaft in der Bezirksliga am vergangenen Sonntag war ein Schicksalsspiel im Abstiegskampf, denn es galt den Tabellenletzten Wernau 2 zu besiegen, um weiterhin noch Chancen auf den Klassenerhalt zu haben.

Wie sich zeigen sollte, konnte die Zweite diesem Druck nicht standhalten und verlor am Ende klar mit 3:5 und in der bitteren Erkenntnis, dass die Saison hinsichtlich des Projekts nicht gleich wieder aus der Bezirksliga abzusteigen damit gelaufen ist.

Man fuhr des Ernsts der Lage bewusst in Stammbesetzung und in der berechtigten Hoffnung nach Wernau, dass sich gemäß Spielstärkevergleich der Mannschaftsaufstellungen an den ersten vier Brettern ein klares Übergewicht der Esslinger und an den hinteren vier Brettern im Schnitt zumindest 50%ige Erfolgschancen ergeben würden.

Das erste Ergebnis stellte sich relativ früh am 8. Brett von Ronald Hahnke ein: eine vom Gegner zielstrebig offerierte Punkteteilung war noch die beste Option, um sich in verfahrener Mittelspielstellung aus der Affäre zu ziehen, da sich die Lage absehbar noch zu Ungunsten Ronalds zu entwickeln drohte.

Gute Nachrichten dann vom 5. Brett: Suat Duran war selbst überrascht, dass er so zeitig und mühelos zu einem direkten Mattangriff kam und damit den Dicken Turm mit 1,5:0,5 in Führung brachte. Gerhard Limley am 6. Brett erwischte es hart, als seine Stellung mit unrochiertem König aus den Fugen geriet und den Wernauern den ersten Sieg des Tages zufallen ließ.

Schlag zwölf Uhr mittags war es dann Bernd M. Stüben (Brett 4) vergönnt, seine Partie zum siegreichen Ende zu führen. Die routiniert vorgetragene Gambiteröffnung gegen seinen jungen, hierin offensichtlich unerfahrenen Kontrahenten hatte ihm früh einen Mehrbauern eingebracht.

Diesen zwischenzeitlichen Ausgleich im Spielstand kippte dann wieder die unerwartete Niederlage am 3. Brett des Mannschaftskapitäns Jochen Fuchs: ein deutlich misslungenes Bedenkzeitmanagement ließ ihn schon nach 20 Zügen bei vollem Brett nur noch bei rund acht Minuten dastehen – zu wenig, um für die komplexe positionelle Gemengelage auf dem Damenflügel alle Abspiele und möglichen Kandidatenzüge angemessen würdigen und durchrechnen zu können. In wachsender Zeitnot blieben die Fehlgriffe nicht aus, und die Partie ging verdient verloren.

Kurz darauf folgte auch die Niederlage am 7. Brett von Hannes Hägele. Das sich nach vereinfachenden Abtauschmanövern relativ früh angebahnte Endspiel erwies sich als nachteilig und nicht zu halten.

Nun ruhte die ganze Last auf den beiden Spitzenbrettern mit Harald Blum (Brett 2) und Jens-Peter Schulz (Brett 1). Bei dem Rückstand von 2,5 zu 3,5 mussten beide noch laufenden Partien von den Esslingern gewonnen werden, um als Tagessieger heimfahren und sich noch Hoffnung auf den Klassenerhalt machen zu können. Dieser Kampf sollte sich insgesamt noch weitere zwei Stunden hinziehen. Harald hatte sich nach ärgerlichem Bauernverlust im Mittelspiel mit Bravour zurück in die Partie gekämpft. Das Endspiel Läufer gegen Springer mit Bauern auf beiden Flügeln wurde zäh ausgefochten, aber mehr als ein Remis war für den Dicken Turm hier nicht mehr drin – auf den Partieverlauf gesehen war es sogar noch ein großer Erfolg.

Jens-Peter sah sich nun vor die äußerst undankbare Aufgabe gestellt, als Letzter unter den Augen zahlreicher umstehender Kiebitze der eigenen und der gegnerischen Mannschaft um einen letzten Bretterfolg für Esslingen zu kämpfen, welcher zumindest noch ein Mannschaftsremis gesichert hätte. Das Endspiel mit einem blockierten Mehrbauern wandelte sich dank eines sehenswerten Manövers mit starkem Qualitätsopfer, wodurch Jens-Peter einen weiteren, entfernten Randfreibauern bilden konnte. Allein in der zeitnotbedingt hektischen Schlussphase, nach langem Kampf unter immensem Druck, vermochte er nicht mehr die besten Antworten auf die hagelnden Schachgebote des gegnerischen Turms zu finden, so dass die Partie sogar noch verloren ging.

Die Enttäuschung ist verständlicherweise bei allen Beteiligten groß, aber das Schachleben geht weiter. Möglicherweise kann man nun nach dem Wegfall des größten Drucks an den verbleibenden drei Spieltagen doch noch einen Mannschaftserfolg einfahren, um sich aus der Liga mit einem sportlich versöhnlichen Abschluss zu verabschieden.

Jochen Fuchs
16.1.2020Sieger des Neujahrsblitzturniers ist Jan Albruschat. Herzlichen Glückwunsch!
14.1.2020Mit einem 4:4 gegen Reutlingen I sicherte sich die 1. Mannschaft am vergangenen Sonntag einen weiteren Punkt im Kampf um den Klassenerhalt.

Den Auftakt machten in recht zügiger Abfolge Udo Scharrer an Brett 2, Jan Albruschat an Brett 4 und Hans Schreiber an Brett 6. Jeweils mit den schwarzen Steinen spielend gelang es allen drei Esslingern problemlos, den gegnerischen Anzugsvorteil zu neutralisieren und die Partie jeweils in den sicheren Remishafen zu steuern. Im Rahmen der Zeitkontrolle gelang Michael Ramin an Brett 3 die Führung für unsere Mannschaft. Von Michael permanent unter Druck gesetzt und mit einer schlechten Bedenkzeit ausgestattet, konnte sein Gegner in einem schwierigen Endspiel Michaels Druck nicht standhalten und büßte entscheidendes Material ein.

Heinz Englmeier opferte gegen Großmeister Ninov am Spitzenbrett einen Bauern und erlangte eine sehr verwickelte Stellung. Dem Großmeister gelang es aber, alle Drohungen abzuwehren und die Stellung auszutrocknen, sodass er mit einem gesunden und entscheidenden Mehrbauern verblieb. Jens-Peter Schulz an Brett 7 brachte den Dicken Turm wieder in Front. In einer für seinen Gegner schwierig zu spielenden Stellung fand sein Gegner bei knapper werdender Bedenkzeit nicht die beste Lösung und büßte durch eine taktische Abwicklung entscheidendes Material ein.

Bernd Stüben an Brett 8 war es nach hartem Kampf vorbehalten, in einer schwierigen Stellung mittels einer Stellungswiederholung den letzten halben Punkt und damit das Mannschaftsremis festzuhalten. Somit fiel es nicht weiter ins Gewicht, dass Franz Speicher an Brett 5 gegen seinen starken Gegner in einem nicht zu verteidigenden Endspiel letztendlich die Waffen strecken musste.

In den nächsten Spielen gegen Neckartenzlingen und Bebenhausen werden wir versuchen, die nächsten Punkte zu holen, um den Klassenerhalt endgültig zu sichern. Die gezeigte Mannschaftsleistung lässt uns die nächsten Spiele zuversichtlich angehen.

Jens-Peter Schulz
24.12.2019Am 22.12. wurde die erste Mannschaft des Dicken Turms seiner Favoritenrolle gegen die abstiegsgefährdeten Gäste von Steinlach I in vollem Umfang gerecht und kam zu einem deutlichen 6:2 Heimsieg.

Der Mannschaftskampf begann für uns allerdings mit einer Auftaktniederlage: Hans Schreiber an Brett 7 musste nach einem entschlossen vorgetragenen Königsangriff seines Gegners vorzeitig die Segel streichen. Mit einem Doppelschlag von Michael Ramin an Brett 6 und Udo Scharrer an Brett 4 konnten wir eine erste Führung herstellen, die wir bis zum Schluss nicht mehr abgeben sollten. Michael Ramin überspielte mit einem schönen Königsangriff seinen Gegner. Udo Scharrer gelang ein sehr vorteilhafter Übergang von der Eöffnung in das Mittelspiel, wodurch er sich insgesamt drei Mehrbauern sichern konnte und was zum sicheren Sieg reichte.

Andreas Kiefer an Brett 4 und Heinz Englmeier an Brett 2 steuerten jeweils einen halben Punkt zum Mannschaftserfolg bei. Andreas Kiefer einigte sich mit seinem Gegner in ausgeglichener Stellung nach einer Stellungswiederholung auf Remis, während der Königsangriff von Heinz Englmeier zusehends versandete. Nach einem Turmopfer konnte er mittels Dauerschach die Partie noch in den sicheren Remishafen steuern. In scheinbar ausgeglichener Stellung kam Andreas Reuss am Spitzenbrett durch einen sehr präzisen vorgetragenen Königsangriff zu einem vollen Punkt: Während sein Gegner am Damenflügel Druck aufzubauen versuchte und dabei seine Königssicherheit vernachlässigte, wurde er von Andreas konsequent und trocken ausgekontert.

Den Mannschaftssieg vollendete schließlich Harald Blum an Brett 8: Im Übergang vom Mittelspiel zum Endspiel konnte er einen Bauern gewinnen, den er bis zum Ende der Partie nicht mehr abgab und durch umsichtige Manöver verwandelte. Der Schlusspunkt des Mannschaftskampfs und des Schachjahrs 2019 blieb Günter Kunert an Brett 3 vorbehalten: In einer für den laienhaften Betrachter ausgeglichenen und trockenen Stellung gelang es ihm binnen einiger weniger Züge, taktische Verwicklungen aufs Brett zu zaubern, die von seinem Gegner nur durch Materialverlust abgewendet werden konnten. Den vorweihnachtlich verbundenen Kunert-Freibauern war auch in dieser Partie nichts mehr entgegenzusetzen.

Damit endete für die erste Mannschaft ein sehr erfolgreiches Jahr 2019. Mögen im neuen Jahr viele weitere Siege hinzukommen!

Der Schachverein Dicker Turm wünscht Euch allen einen guten Rutsch ins Neue Jahr!

Jens-Peter Schulz
24.12.2019Im Anschluss an ein sehr schönes und stimmungsvolles Weihnachtsessen, zu dem sich rund 30 Schachfreunde gesellten, fand unser traditionelles Weihnachtsblitzturnier statt, an dem 14 Spieler teilnahmen. Nach vielen spannenden und hart umkämpften Partien konnte sich der Spitzenspieler des RSK Martin Scholl mit 12 Punkten aus 13 Partien und einem halben Punkt Vorsprung gegen Günter Kunert durchsetzen. Auf Platz 3 folgte Jens-Peter Schulz mit weiteren zwei Punkten Rückstand, bevor sich Hans Schreiber, Harald Blum und Andreas Kiefer mit jeweils 8,5 Punkten den vierten Platz teilten.

Herzlichen Glückwunsch an Martin Scholl zum Gewinn des diesjährigen Weihnachtsblitzturniers!

Jens-Peter Schulz